Methodische Säulen der Culture Academy

  1. Transdiziplinarität
    • Stiloffenheit
    • Multiprofessionalität
  2. Körpertechnologie
    • als Kulturtechnik und kulturelle Bildung
    • Open Standards
  3. Psychoedukation
    • Erfahrungs- und Evidenzbezug
    • Phänomenologie als gelebte Erfahrung
  4. Verantwortung
    • sekulare Ethik
    • Herrschaftskritik
  5. Empowerment
    • Aufklärung
    • humanistische Bildung

Trainingsformat

Das Konzept der Culture Academy sieht das Training in Kleingruppen vor. Anders als in den meisten klassischen Unterrichtsformen in den Martial Arts, legen wir den Schwerpunkt auf eine ruhige und egalitäre Trainingsatmosphäre mit optimaler individueller Betreuung. Wir übernehmen gegenseitig Verantwortung füreinander und das Lernklima. Bei Bedarf können erfahrene Trainer außerhalb des Gruppentraining in Konsultationen kontaktiert werden, um Fragestellungen anzugehen, die über das Training hinaus gehen oder individuelle Schwerpunkte zu vertiefen. Bei regelmäßigen Bedarf an individueller Betreuung gibt es die Möglichkeit des Personal Trainings. In dieser Konstellation von Lernformen erreichen wir ein individuell abgestimmtes demokratisches und organisches Lernen. Dabei streben wir möglichst barrierearme und -freie Räume an, um auch Menschen mit Beinträchtigungen Teilhabe zu ermöglichen. Für weitere Angebote in diesem Bereich siehe Halle Grenzenlos.

Förderung von Kindern und Jugendlichen

Kinder werden schrittweise altersangemessen an die Lerninhalte und Techniken herangeführt. Auch hierbei gilt unser interdisziplinärer Ansatz. Wir fördern wichtige motorische, emotionale und soziale Kompetenzen je nach Alter, um eine freie Entfaltung unabhängig von Stilgrenzen zu ermöglichen. Die jeweiligen Trainings stehen den Kindern je nach Neigung und Eignung offen, so dass sich bspw. Synergien zwischen Capoeira und Kämpeln ergeben können oder die Gewichtung graduell von einem zum Anderen wechselt. Der Weg in die Erwachsenentrainings steht Kindern und Jugendlichen offen, sobald sie technisch und sozial sicher genug sind. Im optimalen Fall nehmen sie an Trainings ihrer Altersgruppe und gemischten Trainings teil.

Prinzip der Eigenverantwortung

Das Ziel des pädagogischen Curriculums ist die größtmögliche Eigenständigkeit und freie Entfaltung aller Teilnehmer. Wir ermöglichen das Erlernen von wichtigen Kompetenzen zur Wahl und Integration neuer Lerninhalte. Wir verstehen persönliches Wachstum auch als die Kompetenz, selbst wählen zu können, in welche Richtung man sich entwickelt und die Fähigkeit, erfolgreich dafür Sorge zu tragen. Der Übungsleitungspool begleitet diesen Prozess als permanenter Ansprechpartner.

Open Standards der Martial Arts und Pädagogik

Wir entwickeln offene Standards der Trainingskonzeption und Martial Arts und machen diese in verschiedenen Formaten der Öffentlichkeit uns insbesondere zivilgesellschaftlichen Akteuren zugänglich. Gemeinsam begeben wir uns auf eine spannende Reise in die Zukunft der Bewegungspädagogik mit Fokus auf deren aufklärerische Aspekte.